Freude im Schulkindergarten:
Im Oktober Spielplatz-Einweihung

Gestern endete die Leser-helfen-Aktion mit der Scheckübergabe,
fast 88 000 Euro zusammengekommen

Mit rund 88 000 Euro ist das Ziel der Leser-helfen-Aktion, dem Schulkindergarten für Körperbehinderte in Offenburg einen neuen Spielplatz zu finanzieren, nicht nur erreicht, sondern leicht überschritten. Im Oktober wird die neue Erlebnis- und Spielelandschaft in Betrieb genommen.

Offenburg. Große Freude herrschte gestern im Schulkindergarten für Körperbehinderte in Offenburg. »Es wurde ja schon oft geschrieben, dass ich überwältigt bin – und das bin ich heute ganz besonders«, freute sich Martin Bruker, Leiter dieser von der Reha Südwest (Karlsruhe) getragenen Einrichtung bei der Scheckübergabe von Leser helfen.

Thomas Reizel, Vorsitzender von Leser helfen, berichtete, dass die diesjährige Aktion zugunsten des Schulkindergartens fast 88 000 Euro eingebracht hat und damit der neue Spielplatz finanziert ist. »Wir können also anfangen und werden ihn im Oktober mit einem Tag der offenen Tür vorstellen«, kündigte Bruker an.
Zuvor hatten vier Hexen, Mitglieder aus dem Team, kräftig orakelt. Stilecht verkleidet zogen sie in Begleitung eines Grafen Dracula durch den Kindergarten, in den Händen bunt strahlende Kristallkugeln. »Wir sehen Geld, viel Geld und den Namen eines sehr engagierten Mannes, Thomas Reizel«, taten sie kund.
Doch der Blick in die Zukunft ging noch weiter. »Wir sehen ein anstrengendes Jahr, aber ein gutes Jahr«, sagten sie voraus. Viel Erde werde bewegt werden, viele helfende Hände werden dabei sein und es werde viele zufriedene Gesichter geben.

Geld zum 30-Jährigen - Der Termin der Scheckübergabe hätte passender nicht sein können, denn gestern feierte der Schulkindergarten für Körperbeehinderte auch sein 30-jähriges Bestehen. Damit verbunden waren auch Ehrungen. »Du bist ein Ur-Gestein, bist von Anfang an dabei, du bist eine ganz, ganz wertvolle Mitarbeiterin«, würdigte Martin Bruker die Kindererzieherin Barbara Diesfeld aus Offenburg. Sie ist die einzige, die von Anfang an dabei ist.
25 Jahre im Schulkindergarten arbeitet Gudrun Schulz aus Hohberg. Sie ist für die Küche verantwortlich. »Und das Essen schmeckt uns allen immer noch«, befand Martin Bruker unter großem Applaus der Eltern.

Auch ein Vierteljahrhundert ist Barbara Knapp aus Achern beim Träger, der Reha Südwest, beschäftigt. Einmal pro Woche arbeitet die Logopädin im Kindergarten. Auch für sie fand Bruker nur lobende Worte. »Du bist ein Qualitätsmerkmal unserer Einrichtung.«

Die diesjährige Leser-helfen-Aktion stand ganz im Zeichen von Zell-Weierbach. Tom Robin & Friends gaben in der Abtsberghalle am 31. Oktober ein Benefizkonzert, und damit startete Leser helfen. Gestern gab er zur Scheckübergabe zwei Ständchen und stellte seinen neuesten Hit »Das kannst du mir nicht verbieten vor«, ein Remake eines Oldies aus dem Jahr 1964.

In der Abtsberghalle endete mit dem Konzert der Original USA Gospelsingers die diesjährige Leser-helfen-Aktion der Mittelbadischen Presse. 850 Gospelfans waren in die Halle geströmt, pro verkaufter Eintrittskarte gingen zwei Euro an Leser helfen.

Es dauerte gerademal eine halbe Stunde, dann gab’s in Zell-Weierbach kein Halten mehr. Die Leute riss es von den Stühlen, sie klatschten, sangen, waren »relaxed and happy« (entspannt und glücklich) eben. Mit »Go Down Moses«, sehr rockig angelegt, ging’s über alle Klassiker wie »Sweet Low, Sweet Chariot«, »Nobody Knows« und »Got Tell It On The Mountains« dem Höhepunkt »Oh Happy Day« entgegen. Drei Zugaben erklatschten sich die enthusiastischen Fans.

»Gospel ein Heilmittel« - Es war deutlich zu spüren: »Gospels sind Heilmittel, sie beruhigen unsere Seele, sie stellen uns wieder her und bringen uns zum Lachen«: Das wurde nicht nur angekündigt, sondern von den Original USA Gospelsingers auch eindrucksvoll vermittelt. Der glückliche Tag war perfekt, als Petra Reutlinger von der veranstaltenden Agentur »Karo Events« in Teningen ankündigte, auch 2007 wieder Leser helfen zu berücksichtigen.

Quelle: Bericht bei Baden Online vom 26.01.2006, Text: Thomas Reizel, Foto: Ulrich Marx

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